Spinnen - FortpflanzungEntstehung einer Spinne
Spinnen sind getrenntgeschlechtlich, dass heißt, dass es Männchen und Weibchen gibt.
Die Genitalöffnungen von Männchen und Weibchen befinden sich am Hinterleib. Die kompliziert gebauten
Befruchtungsorgane des Männchens sitzen jedoch auf den Pedipalen.
Häufig muss das Männchen aufpassen, dass es nicht vom Weibchen gefressen wird. Doch selbst bei Arten, bei denen diese Praxis verbreitet ist, kann das Männchen häufig entkommen. Die Männchen sind früher reif als die Weibchen; je früher sie zu einem Weibchen gelangen, desto besser können sie sich fortpflanzen. Spinnen schützen ihre Eier durch Kokons. Bei manchen Spinnenarten bewacht das Weibchen den Kokon, bei anderen Arten trägt es ihn mit sich. Für die Aufhängung von Kokons werden feste weiße Fäden gesponnen, für den Kokon selbst braune, weiche, die gut polstern und für ein günstiges Klima in der "Brutkammer" sorgen. Ist das Gebilde fertig, presst die Spinne eine Eikugel mit, je nach Spinnenart variierend, 2 bis 1000 Eiern in den Kokon. Die Eimasse wird gegen den Kokon gepresst und mit Seide versponnen. Der nun recht dicke Kokon ist gut gegen Feinde, Austrocknung und Kälte geschützt. Einige Spinnenarten kümmern sich um den Nachwuchs, bei anderen Arten sterben die Weibchen in den ersten Frostnächten. Nach 15 Tagen bis 8 Wochen schlüpfen Junge aus den Eiern.
Die Entwicklungsgeschichte einer Spinne lässt sich in eine Embryonalperiode, die die Entwicklung vom befruchteten Ei bis zur Ausbildung der typischen Spinnengestalt umfasst, eine Larvalperiode, in der die Spinne noch keine Nahrung zu sich nehmen kann, und eine Nymphoimaginalperiode, in der die Spinne voll ausgereift und selbstständig ist, gliedern. Erst mit der Reifehäutung ist die Spinne erwachsen und geschlechtsreif.
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