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Spinnen - Häutung

Warum häuten sich Spinnen?


Spinnen wachsen nicht so wie wir Menschen. Sie entwickeln sich schrittweise, da ihre Außenhaut nicht mitwachsen kann. Und bei jedem Schritt wächst der Spinne ein neues Außenskelett unter dem alten. Irgendwann macht es "kracks" und das äußere Außenskelett wird aufgesprengt. Die Spinne häutet sich und wirft die alte Haut ab. So werden auch verlorene oder beschädigte Beine, Taster, Chelicerenklauen und Spinnwarzen ersetzt. Kleine Spinnen brauchen für die Häutung wenige Stunden, große Spinnen müssen dafür mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bis eine Spinne ausgewachsen ist, häutet sie sich fünf- bis zehnmal. Die Phase der Häutung ist für die Spinne äußerst gefährlich, zumal sie ihren Feinden schutzlos ausgeliefert ist. Aber auch bei einer unsachgemäßen Häutung kann sich die Spinne selbst verletzen. Der Vorgang ist daher sehr zeitintensiv, weil die Spinne so vorsichtig wie möglich agieren muss, um heil aus ihrer Hülle zu gelangen.


alte Haut einer Listspinne

Kurz bevor sich eine Spinne häutet, frisst sie nichts mehr und schläft viel. Während dieser Zeit entsteht eine neue faltige Haut unter der alten. Die Spinne pumpt dann irgendwann Blut in ihren Vorderleib. Er schwillt dadurch an und bringt die alte Haut, die jetzt sehr dünn geworden ist, zum Reißen. Sobald sich die Spinne aus ihrer alten Haut befreit hat, beugt sie alle ihre Laufbeine, damit die Gelenke geschmeidig bleiben. Währenddessen trocknet das neue Außenskelett und verhärtet sich. Nur die Haut des Hinterleibs bleibt weich, damit sich dieser bei z.B. der Ablage von Eiern dehnen kann.


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