Spinnen - JagdViele Spinnen jagen mit GiftJagende Spinnen sind äußerst flink und fangen vorbeilaufende Insekten mit einer blitzschnellen Bewegung ihrer Vorderbeine. Sie sind sehr angriffslustig und entkommene Beutetiere werden rasch verfolgt und durch einen Sprung überwältigt. Diese Jäger können es im Allgemeinen jedoch nur mit Beute aufnehmen, die kleiner ist als sie selbst. Größere Beute wird meist irgendwo in eine der Gliedmaßen gebissen, dann zieht sich die Spinne in Sicherheit zurück und wartet ab, bis der Giftbiss das Beutetier gelähmt hat. Alle Spinnen sind Räuber. Grundsätzlich lassen sich zwei Hauptstrategien des Beutefanges feststellen: Freies Jagen und Jagen mit Fangnetzen. Viele frei jagende Spinnen (z.B. Thomisidae) können nahezu bewegungslos auf ein sich näherndes Beutetier warten und dieses dann nach kurzem Sprung packen. Andere (z.B. Lycosidae, Salticidae, Oxyopidae) laufen umher und pirschen Beutetiere aktiv an. Fangnetz-bauende Spinnen warten im Netz oder an einer geschützten Stelle außerhalb des Netzes (mit dem sie über einen Signalfaden verbunden sind) auf Beute. Wenn ein Beutetier durch seine Bewegungen die Netzfäden zum Schwingen bringt, stürzt sich die Spinne auf das Opfer. Viele Netze beinhalten spezielle Beutefesselfäden (Fangfäden), die klebrig oder mit cribellater Fangwolle versehen sind. Zusätzlich können z.B. Araneidae und Theridiidae große und wehrhafte Beutetiere mit eigens produzierten Beutefesselfäden bewerfen oder einwickeln. Unter den Spinnen existieren ferner eine Unzahl an Beutefangspezialisten, wie z.B. Theridiosoma und Hyptiotes, die ihre Netze als Schlagfallen benutzen oder Scytodes, die ihre Beute mit einer Mischung aus Klebesekret und Gift "bespuckt". Viele jagende Spinnen arbeiten mit Gift. Spinnen spritzen ihr Gift mittels ihrer Giftklauen ein, die auch als Fänge bezeichnet werden. Es gibt zwei Giftarten: die meisten Spinnen, wie z. B. die Arten der Gattung Latrodectus, stellen ein Nervengift her, dass das Opfer rasch lähmt. Die andere Variante ist ein langsam wirkendes Gift, das auf das Gewebe einwirkt, es zerstört und Geschwüre und Wundbrand auslöst.
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