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Spinnen - Lexikon

Fachbegriffe und ihre Definitionen


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Abdomen
Hinterleib (=Opisthosoma)
 
Arachnida
Spinnentiere; dazu gehören u. a. die Spinnen, Weberknechte, Skorpione, und Milben.
 
Aranea
Ordnung der Spinnen in der Klasse Arachnida
 
Arthropoden
Gliederfüsser; dazu gehören u. a. die Insekten , Krebse, Tausendfüsser und die Spinnentiere.
 
Autotomie
Fähigkeit Körperteile abzuwerfen, die dann wieder nachwachsen
 
Bulbus
männlichesKopulationsorgan
 
Carapax
Dorsale (auf der des Mundes abgewandten Seite) Bedeckung des Prosoma; auch Tergum genannt
 
Cephalotorax
Vorderleib (=Prosoma)
 
Cheliceren
Vorderstes Gliedmaßenpaar des Prosoma; besteht aus einem Grundglied und einer Giftklaue pro Chelicere
 
Chelicerenklaue
Giftklaue; an der Spitze sitzt die Ausfuhröffnung der Giftdrüse
 
Chemorezeptoren
Sinnesorgan zur Wahrnehmung von chemischen Reizen
 
Chitin
Hauptbestandteil der Kutikula; chemisch gesehen ein stickstoffhaltiges Polysaccharid
 
Coxa
erstes Glied der Laufbeine ("Hüfte")
 
cribellate Fangwolle
Die ultrafeine Fangwolle (Durchmesser ca. 0.00001 mm) wird mittels des Cribellum hergestellt. Sie überzieht die weit stärkeren Achsenfäden. In ihr verheddert sich die Beute und bleibt dann kleben.
 
Cribellum
Zu einer Spinnplatte umgeformtes erstes Paar Spinnwarzen.  Nur bei cribellaten Spinnen zu finden. Das Cribellum kann bis zu 50.000 einzelne Fäden produzieren, die dann auf einem dickeren Achsenfaden als "Fangwolle" aufgebracht werden.
 
Embolus
Eigentliches spermaübetragendes Organ des männlichen Bulbus; trägt an seiner Spitze die Ausmündung des im Bulbus gelegenen Spermophor
 
Embryonalperiode
Wachstumsperiode einer Spinne, die die Entwicklung vom befruchteten Ei bis zur Ausbildung der typischen Spinnengestalt umfasst. s. a.: Larvalperiode und Nymphoimaginalperiode
 
Endoskelett
Innenskelett
 
Epigastralfurche
querliegende Furche am Opisthosoma, die die Geschlechtsöffnung und meist die Stigmen der Fächerlungen enthält
 
Epigyne
klerotisierte, aussen liegende Platte über der Geschlechtsöffnung des Weibchens. Enthält die Einführöffnungen für den Embolus. Nur bei entelegynen Spinnen
 
Exoskelett
Außenskelett
 
extraintestinale Verdauung
Verdauung außerhalb des Verdauungstraktes
 
Exuvie
alte Haut (nach der Häutung)
 
Fächerlunge
Vorderes Atmungsorgan am Opisthosoma der meisten Spinnen, auch Buchlunge genannt. Besteht aus fächerartig übereinander liegenden Lamellen. Kann bei Zwergformen zu Tracheen umgewandelt sein.
 
Fadenflug
Um zu Fliegen oder Driften können die meisten Spinnen einen speziellen Faden spinnen, welcher so leicht ist ,dass er auch bei schwachem Wind erfasst wird. Der Fadenflug ermöglicht Spinnen schnell größere Strecken / Höhen zu überwinden.
 
Femur
drittes Glied der Laufbeine / Pedipalpen ("Schenkel")
 
Ganglion
größter Nervenknoten im zentralen Nervensystem einer Spinne; Spinnen besitzen ein Unter- und ein Oberschlundganglion
 
Gnathocoxa
zu einem Mundwerkzeug umgewandelte Coxen der Pedipalpen
 
Guanin
kristallines Endprodukt des Stoffwechsels einer Spinne
 
Hämolymphe
"Blut" der Spinnen, funktionell gesehen eine Mischung aus Blut und Lymph-Flüssigkeit
 
Klauenfurchenränder
zwei meist bezahnte Ränder des Grundgliedes der Chelicere; dazwischen liegt im Ruhezustand die Chelicerenklaue eingeklappt
 
Kopulationsorgan
äußeres Geschlechtsorgan
 
Kutikula
Haut bzw. Körperbedeckung von Spinnen; wird bei der Häutung abgestreift, da sie nicht mitwachsen kann; besteht aus Chitin und Eiweißen
 
Larvalperiode
Wachstumsperiode in der die Spinne noch keine Nahrung zu sich nehmen kann. s. a.: Embryonalperiode und Nymphoimaginalperiode
 
Metatarsus
sechstes, vorletztes Glied der Laufbeine; fehlt bei den Pedipalpen
 
Neurotoxin
hochwirksames Gift, das zu Krämpfen, Atemnot, starken Gliedschmerzen, Lähmungen und im Extremfall sogar bis zum Tod führen kann; dieses Gift setzt u. a. die Schwarze Witwe ein
 
Nymphoimaginalperiode
Wachstumsperiode in der die Spinne voll ausgereift und selbstständig ist. s. a.: Embryonalperiode und Larvalperiode
 
Opisthosoma
Hinterleib (=Abdomen)
 
Patella
viertes Glied der Laufbeine und Pedipalpen ("Knie")
 
Pedipalpen
zweites Gliedmaßenpaar von Spinnen; besteht gewöhnlich aus sechs Gliedern; bei den Weibchen tasterartig umgebaut; bei den Männchen zum Kopulationsorgan umgebaut
 
Petiolus
Verbindungsstiel zwischen Prosoma und Opisthosoma
 
Pharynx
vorderster Teil des Verdauungstraktes (="Schlund")
 
Propriorezeptoren
Gleichgewichtssinn, nimmt die Stellung und Bewegung des Körpers der Spinne wahr
 
Prosoma
Vorderleib, aus sechs verschmolzenen, Gliedmaßenpaaren tragenden Segmenten
 
Pumpmagen
Teil des Vorderdarmes, der zum Einsaugen / Absaugen von Nahrungsbrei bzw. Verdauungssekret zuständig ist
 
Reifehäutung
erst mit der Reifehäutung werden Spinnen geschlechtsreif
 
Rhabdom
Sehstäbchen; Organ innerhalb des Auges
 
Signalfaden
Faden über den die außerhalb des Netz wartende Spinne mit ihrem Fangnetz verbunden ist; der Signalfaden überträgt eine Bewegung des Netzes sofort an die Spinne
 
Sklerit
Durch Einlagerung von Sklerotin (gegerbtes Eiweiß) verfestigter Bereich der Kutikula
 
Spaltsinnesorgane
übermitteln Sinnesreize, die durch Eigenbewegung, Untergrundvibration oder durch die Schwerkraft hervorgerufen werden
 
Spermathek
Speicher für das Sperma in der Vulva des Weibchens
 
Spermophor
Im Bulbus gelegener Spermaschlauch, in den das Sperma aufgesogen und während der Begattung wieder ausgeleitet wird.
 
Spinnwarze
zu Spinnorganen umgewandelte Gliedmaßenpaare; auf den Spinnseide produzierenden Spinnwarzen sitzen die Spinndrüsen; die die Spinnseide abgeben
 
Stigma
Atemöffnung
 
Sternum
Bauchplatte des Prosoma
 
Stridulation
Lauterzeugung mittels aneinander reiben einer mit Höckern, Leisten oder Zäpfchen besetzten Leiste oder Fläche an einer scharfen Kante. Bei Spinnen werden zur Lauterzeugung z.B. die Außenseiten der Cheliceren an Höckern des Pedipalpen oder eine Leiste im hinteren Bereich des Carapax am Vorderrand des Opisthosoma gerieben.
 
Tapetum
Das Tapetum schickt Licht, das nicht sofort erkannt wird, noch einmal zum Rhabdom zurück.
 
Tarsalorgan
Sinnesorgan zur Feuchtigkeits- und Temperaturwahrnehmung; liegt am Tarsus
 
Tarsus
siebentes und letztes Glied der Laufbeine, sechstes und letztes Glied der Pedipalpen (="Fuß")
 
Tergum
siehe Carapax
 
Thorax
Brust
 
Tibia
fünftes Glied der Laufbeine und Pedipalpen
 
Tracheensystem
röhrenförmiges, sich immer feiner verzweigendes Atmungsorgan. Bei Spinnen normalerweise das hintere Atmungsorgan des Opisthosoma, bei Zwergformen oft auch das vordere; s. a.: Fächerlunge
 
Trichobothrium
langes schlankes Sinneshaar auf Laufbeinen und Pedipalpen, das in einer becherförmigen Struktur der Kutikula eingelenkt ist und auf Luftbewegungen (auch Schalldruckwellen) reagiert. Dadurch ist eine Art "Hören" (Wahrnehmung von Schallwellen) möglich.
 
Trochanter
zweites Glied der Laufbeine und Pedipalpen ("Schenkelring")
 
Vulva
innere Geschlechtsorgane des Weibchens, bestehend aus den Spermatheken und mindestens einem Gang zwischen Spermathek und Geschlechtsöffnung

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