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Im Spinnennetz suchen

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Spinnen - Spinnennetze

Radnetz - Trichternetz - Deckennetz - Raumnetz


Viele Spinnenarten fangen Insekten in ihrem Netz aus Seidenfäden. Spinnen sind sofort nach der Geburt in der Lage ein perfektes Netz zu spinnen, die Fähigkeit ist also angeboren. Die Seide, aus der Spinnennetze größtenteils bestehen, ist ein Protein, das in den Warzen zu Fäden gesponnen wird und sich erst an der Luft verfestigt. Nicht alle Seidenfäden sind gleich. Radialfäden und der Rahmen sind besonders fest und erhalten die Grundstruktur des Netzes. Die Fäden der Fangspirale sind hochelastisch und damit in der Lage, Stöße, z.B. durch gefangene Insekten abzufedern. Spinnen nutzen ihre Spinnseide auch für Sicherheitsfäden, mit deren Hilfe sie ihren Weg wiederfinden und sich auffangen können, wenn sie fallen. Spinnen warten entweder im Netz auf die Beute oder sind über einen Signalfaden, der die Vibrationen überträgt, mit dem Netz verbunden. Spinnen müssen ihr Netz ständig reparieren, da die Klebefäden austrocknen können. Ausserdem können grössere Insekten wie beispielsweise Wespen ein Spinnennetz stark beschädigen, bevor sie entweder wieder freikommen oder von der Spinne überwältigt werden. Beim Neubau oder der Reparatur eines Netzes frisst die Spinne die Seide des alten Netzes auf und verarbeitet diese wieder zu neuer Spinnseide. Es gibt 4 grundlegende Netzarten: das Radnetz, das Trichternetz, das Deckennetz und das Raumnetz.


Das Radnetz

Es ist unsichtbar, gleichzeitig jedoch elastisch und reißfest. Eine tödliche Falle für jedes heransummende Insekt. Praktischerweise verbraucht die Spinne nur wenig Seide für ihr Fangnetz - denn für die körperinterne Seidenproduktion benötigt sie viel wertvolles Körperaufbau-Eiweiß. Das Radnetz hat einen Durchmesser von ungefähr 25 Zentimetern (bei jungen Spinnen ist das Netz dementsprechend kleiner) und besteht aus 20 bis 60 Meter Seidenfaden.



Radnetz einer Spinne



Das Deckennetz

Die sog. Deckennetze (oder auch Baldachinnetze) werden von einem Gewirr von Fäden getragen, die nicht klebrig sind. Vielmehr verheddern sich die Beutetiere in den Fäden und stolpern dann ins Netz, das unter ihnen ausgebreitet liegt. Dort lauert auch schon die Spinne. Bei den Opfern handelt es sich dabei meist um Insekten, die sich krabbelnd oder hüpfend fortbewegen.



Deckennetz einer Spinne

Das Trichternetz

Ähnlich dem Deckennetz wird hier Beute gefangen, die sich in den kreuz und quer verlaufenden Fäden verfangen. Allerdings befindet sich im Netz ein röhrenförmiger Unterschlupf, in dem sich die Spinne verkriecht. Die bekanntesten Trichternetze sind die Spinnenweben, welche die Hausspinne (Tegenaria domestica) in die Zimmerecken webt.



Trichternetz einer Spinne  Trichternetz einer Spinne

Das Raumnetz

Spinnen der Familie Haubnetzspinnen (Theridiidae) bauen dreidimensionale Gitterstrukturen, die man Raumnetze nennt. Manche Fäden sind klebrig. Außerdem gibt es die reinsten Spinnenstädte, die man als Gemeinschaftsnetze bezeichnet. Gemeinschaftsnetze sind eine Form der Raumnetze. Diese Netze sind derartig gigantisch, dass sie einen ganzen Baum bedecken können. In einem solchen Netz leben bis zu 20000 Tiere, wobei jedes für sein eigenes Terrain verantwortlich ist und dieses auch verteidigt. Junge Spinnen bauen ihre Netze innerhalb der Rahmenfäden der Netze ihrer Mütter.



Raumnetz mehrerer Spinnen

Netzbau

An Hand des Radnetzes wird hier gezeigt wie Spinnen ihr Netz bauen.

Die Spinne zieht einen Querfaden zwischen zwei erhöhten Punkten und strafft diesen. Dann spinnt sie einen zweiten Faden zwischen diesen Punkten und seilt sich von diesem mittig ab.


1. Schritt beim Netzbau


Nun zieht sie den eben gesponnenen Faden straff. Das Grundgerüst ist fertig.


2. Schritt beim Netzbau


Um die Netzfläche zu vergrössern, zieht die Spinne einen Rahmen um das Grundgerüst.


3. Schritt beim Netzbau


Als nächstes werden die Speichen eingebaut. Hierzu befestigt die Spinne einen losen Faden in der Netzmitte, läuft damit entlang den schon vorhandenen Speichen zur Mitte der gegenüberliegenden Seite, zieht ihn straff und befestigt ihn dort.


4. Schritt beim Netzbau


Jetzt werden zwischen den Speichen die Querverbindungen eingewoben. Im Zentrum beginnend, zieht die Spinne spiralförmig einen trockenen Faden zwischen den Speichen hindurch nach aussen. Für die äußeren zwei Drittel benutzt die Spinne dann einen klebrigen Faden.


5. Schritt beim Netzbau


Jede Spinnenart gibt ihrem Netz zum Schluss ein eigenes Aussehen. Viele schneiden beim Übergang von trockener zu klebriger Seide die Querverbindungen wieder heraus. Andere Spinnenarten schneiden das Zentrum gänzlich heraus. Eine weitere Variante ist einzelne Speichen mit einem für jede Art typischen Zickzackmuster zu verbinden.


6. Schritt beim Netzbau




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